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Langenbach bei Weilmünster - die Perle im Naturpark Hochtaunus 

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(Aus)Sprüche und Redensarten


“Langebach hot de Krach, sitzt de Deuwel offem Dach,
hot sich krumm un schepp gelacht iwwer’s dreckisch Langebach”

Allgemeine Langenbacher Bauernregel:
“Kräht de Gickel offem Mist, ännert sich’s Werr’r oder es bleibt wäj’s ist”

Wer woilt irm Dippe voll Flaasch, gräjt de letzte Säuarsch
oder auch
Woilste in er Bitt voll Flasch, kräiste de Säuarsch
Auf mitteldeutsch: Möchte man die passende Frau fürs Leben finden und nimmt man sich dazu zuviel Zeit,
und die Auswahl ist zu groß, gehts meistens schief.
Auf Hochdeutsch: Wühlst Du in einem Fleischtrog nach einem guten Stück Fleisch
bekommt mann beim herausziehen meist nur den den Säuarsch. (Andreas Eichhorn)


“Die dimmste Bauen hun die dickste Gedoffel”

“Den musste gäiße sonst vederrt-er-der!”

“’S Geald roppt sich wäi Krummet”

“Aisch sohn der wairrersch naut”

“Weibsleut sein Gaase un Gaase sein Mißgebierer”

“Aisch will der helfe... met de Genaalte die Mamme ze trearre”

“Wann mer Dich nit hätt...   un die Löffel...  misst mer die Sopp schlabbsche”

“Bei de Ruureroiweroppmaschin sain runderim die ritzeruure Rieme robgerisse”

“Wesch mer de Buckel, owwer mach misch nit nass!”

“Der horre Maul wäi e Saaschdippe”

Aisch wollt emoa gefregt wollt hu, ob ihr nit emoa su goud gewest wollt seid un auern Hund uhs nit emoa geliehnt wollt hu. Uhs Hinkel sain met zwo Mann eam Goarte

“Karl mei Droppe”

“Seid  ahnich, ahnich, ahnich, sonst easses Leawe stanich”

“Des kräije mer beim Bijele”

“Wu wollt’r auer Haa hii huu, hä?”

“'S gieht alles vorbei, es Goure wäi es Schleeschde!”

  "Ean de allergrießte Nuut, schmeckt dei Woscht aach uhne Bruut."

  "Der Knoche, der ahm bestemmt ess, den draht ahm kaan Hond mieh fott!"

  "Es ess kaa Dippche su schäpp, des nit e Deckelche droff passt!"

  "Gout gefreustückt, spiert mer de ganze Doag,
gout geschlaacht, des ganze Joar,
en gout geheueroat, sei ganz Läwe!"

  "Der dout, als wär er em Edelmann aus de Kiez gehippt."

Auf die Frage: “Was gob’s da bei auch haut ze easse?”:
“Sopp, Gemois un Hinkelsfoiß un obgeleackte Knoche (un e Stick vo de aal Kellerdier)”

“Die Linse, wu sin se? im Dippe, se hippe!
Se koche drei Woche, sain hort wäi die Knoche!”

“Wemmersch nit hätt’, bräucht mersch nit”

Flüche:
“D’s Laad soll doch enennfoahrn!”
“Gewispel un die Axt!!!”
“Dunnerwerr, Gewirrr und kaan Reeje!”
 

Grundsätzliche Aussprüche


"Es raant, desses trätscht"

Der Regen spielt in der heimischen Landwirtschaft eine große Rolle, und so ist es nicht verwunderlich, daß die Mundart in vielfältiger Weise die Unterschiede in den Niederschlägen zum Ausdruck bringt. Zunächst einmal ist es noch "vo owe robb troib", bis es einer an seinen Füßen spürt, daß es "anner Werrer" gibt. Unter diesem anderen Wetter ist fast immer ein Umschlagen zum Regen gemeint. Meistens setzt der Niederschlag ganz sachte ein: “Es mecht e bißje”, “es mecht e poor Troppe”, “es fengt oh ze saasche (seichen; es regnet ganz dünn auch: pisse)”, “es niwwelt” (Nebelregen), “es nisselt” (nieselt), “aich hun e Treppelche obkreijt” (die ersten Tropfen fallen), “es fisselt un nispelt on treppelt e bißje”, bis es richtig "ze raan or ze reen" anfängt. Kommt plötzlich ein stärkerer Regen, dann sagt man: “Es kimmt en Schott” (von schütten: Platzregen), “es gieht Raa”. Hat es sich richtig eingeregnet, so heißt es: “Es tretscht” (tratscht, es regnet prasselnd); “es gäißt wäj aus Emern”, “es schett” (schüttet, regnet in Strömen), “es schett wäj aus Gäißkanne”, “es reent als strack vo owe robb”, “mer ho Reewerrer”. Bei solchem "Batschwerrer" wird draußen alles tretschnaß, batschnaß oder quatschnaß. Man sitzt dann hinterm Fenster und stellt resigniert fest: “Woasse Wearrrr!” (Was für ein Wetter!). “Es will aach gor nit mieh offhiern”. Wer sich nicht rechtzeitig vor dem Regen in Sicherheit bringen kann, wird “naß wej e Bachkatz”.

(abgeleitet von Otto Immel, aus: Heimat an Lahn und Dill, Ende November 1972, Nr. 15)


LACHEN UND WEINEN in der Mundart

Die heimische Mundart kennt eine ganze Reihe von Ausdrücken und Redensarten, die etwas mit dem Lachen und dem Weinen zu tun haben. Wir wollen hier ein paar Beispiele anführen:

Der lacht sich schepp un werrer strack. - Der lacht sich schippelich (er wälzt sich vor Lachen). - Der dout Läch (bricht in schallendes Gelächter aus). - Der lacht un heult aus em Säckelche (lacht unter Tränen). - Des eas zoum Duudzelache (zum Totlachen). - Dej belache sichs (lachen unterdrückt, lachen sich ins Fäustchen).

Das Wort "weinen" ist der heimischen Mundart unbekannt. Statt dessen sagt man:

Der mecht e Brutsch (vor dem Weinen vorgeschobene Unterlippe). - Heul nit als, hier off ze heule! - Hall su kä Geheul, Geplarr, Gejohmer, Gelirr - der horr e ganz verheult Gesicht.
  (abgeleitet von Otto Immel, aus: Heimat an Lahn und Dill, im März 1974, Nr. 42)

 

Diese Seite wurde ergänzt u.a. mit den Beiträgen von: Elke Caspari, Gernot Jakobi, Christian Horn, Nicole Caspari;
Sabine & Uwe Rosenkranz, Andreas Eichhorn, Nicole für die Datenerfassung aus den Beilagen “Heimat an Lahn und Dill”
- vielen Dank -
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