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Mittel-, Jungsteinzeit, Bronzezeit - die ersten Siedlungen
9.800 -1.000 Jahre vor Christus

 

  Vor 6000 v. Chr. lebten die Menschen meist noch nomadisch in kleinen Sippen von etwa 20 Personen. Sie jagten, fischten und sammelten Pflanzen. Sie waren nicht seßhaft und immer unterwegs auf der Suche nach Nahrung. Mit dem Rückzug der letzten Eiszeit wurde das Klima allmählich wärmer. Der Wald wurde immer dichter und der Wildtierbestand änderte sich. Pflanzliche Nahrungsmittel in unserer Gegend waren u.a. Haselnüsse, was man an verbrannten Haselnußschalen erkennen konnte. Die Menschen siedelten häufig an Flußläufen. Beginn der Herstellung von Keramik, Haltung von Ziege und Schaf als Haustier.
  
U m 6000 v.Chr. kamen aus dem Orient erste ackerbautreibende Völker (Bandkeramiker, Megalithkultur, etc.) und besiedelten die fruchtbaren Landschaften Europas. In Hessen gab es jedenfalls um 5500 v. Chr. die erste bäuerliche Kultur. Die Lebensweise der nacheiszeitlichen Jäger und Sammler ging damit zu Ende. Innerhalb von zweihundert Jahren setzte sich die agrarische Wirtschaftsweise durch. Die Menschen dieser Zeit schafften in den dichten Wäldern sog. Rodungsinseln, wo sie dann ihre Holzhütten bauten, Gärten und Felder anlegten. Die Rinder und Schweine weideten im Wald, was eine allmähliche Lichtung bewirkte und so eine Kulturlandschaft entstehen ließ, die dem heutigen Landschaftsbild in etwa entspricht. Die Gründer der Bandkeramik (benannt nach den Verzierungen auf den Keramiken) lebten in kleinen Hofgruppen. Erst vor wenigen Jahren stieß man auch bei Ausgrabungen im Usinger Becken in einer bemerkenswerten Höhe von 450 m auf Spuren der Bandkeramiker. Man fand Hausreste, Werkzeuge, Scherben, was darauf hindeutet, daß um ca. 5000 v.Chr. der Hintertaunus, und möglicherweise auch unsere Gegend von diesen Völkern besiedelt wurde.
  
Um 2500 v. Chr. tauchten aus dem Osten die indogermanischen Reitervölker auf und vermischten sich mit den sesshaften, Ackerbau betreibenden Völkern. Im Laufe der Zeit entstanden so die Vorfahren der verschiedenen europäischen Völker, wie wir sie heute kennen (Kelten, Germanen, Slawen, Griechen etc.).
  
Immer wieder stößt man in Mittelhessen auf Hügelgräber aus der frühen und mittleren Bronzezeit. Hierbei wurde über dem Sarg ein Grabhügel aufgeschüttet, der als weithin sichtbares Denkmal an die Ahnen erinnern und das Gemeinschaftsgefühl der Lebenden stärken soll. Zahlreiche solcher Hügelgräber fand man in der Gegend um den Heidekopf bei Dietenhausen. Außerdem fand man dort bei Streufunden Faustkeile und Schaber (u.a. den “Schuhleistenkeil”) aus der Steinzeit, sowie 1958 bei Erforschung eines Hügelgrabes das sogenannte “Idol von Dietenhausen”, eine Steinfigur, die etwa in die Zeit um 3000 - 2000 vor Christus datiert wird.

 In der späten Bronzezeit fanden Bestattungen jedenfalls immer häufiger in Urnengräbern statt (Fundorte auch zB. bei Wehrheim). Das Klima wurde wärmer, trockener und günstiger als in der mittleren Bronzezeit. Es entstanden einfache kleine Dörfer mit rein bäuerlicher Lebensweise. Nachgewiesen ist der Anbau von Zwergweizen, Gerste, Emmer, Dinkel und Einkorn, außerdem Erbsen, Ackerbohnen, Linsen und Lein. Dazu kamen mit geringerem Stellenwert als heute verschiedene Salat- und Gemüsepflanzen sowie Obst. Rinder wurden zum Verzehr und als Arbeitstiere gehalten. Auch hielt man Schweine, Schafe und Ziegen. Pferde wurden als Transportmittel genutzt, schon bald kam ihnen die Bedeutung von Statussymbolen zu. Bei allen Nutztieren war die Körpergröße höchstens 75-80% der heutigen.      (Jürgen Caspari)

Die Jungsteinzeit:



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