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Die Geschichte der Langenbacher Kirche


   Aus den Recherchen und Forschungen des Archivars Erco von Dietze:
   “Kirche Langenbach - 1412 - 1986”
   Zusammenstellung: Erco von Dietze, Herbert Keiper. Weilburg, Ev. Rentamt 1987



  Ursprung der Langenbacher Kirche

  Auf der Suche nach dem Ursprung der Kirche Langenbach stellt sich immer wieder die Frage nach der Herkunft des Taufsteines. Hier handelt es Römisch-korinthisches Kapitälsich um ein römisch-korinthisches Kapitäl (Säulenkopf), das ursprünglich komplett mit Akanthusblättern verziert war, zunächst als Kanzelfuß in unserer Kirche diente und später zu einem Taufbecken "umgemeiselt" wurde. Wie kommt dieser Taufstein hierher? Haben vielleicht einst die hier ansässigen Germanen mit keltischen Wurzeln, nachdem Sie um 259-260 n. Chr. in Verbündung mit anderen Germanenstämmen die Festungslinien des Früher eine Holzkirche in Langenbach?Limes auf breiter Front durchbrochen hatten, diesen Stein als Siegesbeute oder “Souvenir”, vielleicht auch zunächst zur Verwendung als Opferstein mit hierher gebracht? Die damaligen Altstraßen Rennstraße und Hünerstraße führte jedenfalls Richtung Taunus (Limes) und zurück.

 
Mit den Franken kam nach 500 n.Chr. auch das Christentum in unsere Gegend. Die Kirche gewann langsam an Bedeutung. Erste Kirchen wurden in Form von Holzkirchen erbaut. Ob Langenbach bereits vor 1500 Jahren eine Holzkirche besessen hatte, ist zwar nicht nachvollziehbar, wäre aber durchaus möglich gewesen. Vielleicht wechselte unser o.g. Säulenkopf (jetziges Taufbecken) bereits damals seine Bestimmung. Vielleicht vom Opfertisch zum Kirchenrequisit (Altar?).


  910-950 Bau der Langenbacher Kirche?

  Die Bauzeit unserer jetzigen Langenbacher Kirche als Gebäude aus Stein wird jedenfalls von Fachleuten auf Grund von Bauelementen, Abschlüsse der Säulen zum Chor hin auf ca. 1000 n.Chr. datiert. Sie muss also schon sehr, sehr früh bestanden haben. Wenn es hier schon so früh eine Kirche gab, ist ziemlich sicher, daß auch Langenbach schon sehr früh, also mindestens in fränkischer Zeit, bestanden haben muss. Vielleicht war Gründer der aus Stein gebauten Kirche der fränkische Konradiner Gaugraf Korad Kurzbold. Als Sohn des 902 gefallenen Konradiners Eberhard von Niederlahngau wurde Konrad Kurzbold am 10.2.910 in Frankfurt der Königshof Brechen verliehen zur Ausstattung der Kirche, die er zu Limburg an der Lahn in seiner Grafschaft bauen wollte. Konrad gründete das Georgenstift Limburg an der Lahn und legte den Grundstein zum Dom. Schutzpatron der Langenbacher Kirche war ebenso der heilige Georg. Da man weiß, daß die Herren von Merenberg als Vorgänger der Nassauer im 12. Jahrhundert Vögte über Limburger Stiftbesitz und auch zu Langenbach geworden waren, ist fast sicher, daß auch das Langenbacher Georgspatrozinium von der Limburger Stiftskirche herrühren muß, und demzufolge vielleicht bereits zwischen 910 und 950 als steinerne Kirche erbaut wurde.


  1848-1850 Pfarrer Snell und seine Verstrickungen (Bürgerproteste)

  Das Jahr 1848 ist ein bedeutungsvolles Jahr für unseren Ort. Pfarrer Friedrich Heinrich Snell , der die Einwohner von Langenbach in den Jahren 1846-1856 seelsorgerisch betreute, war in die politischen Ereignisse des Jahres 1848 verwickelt. Er erfreute sich in Langenbach allgemeiner Beliebtheit. Pfarrer Snell hatte einige Bürgerversammlungen in Weilburg besucht. Dort hörte er von Presse- und Volksfreiheit und wurde ein eifriger Verfechter dieser Gedanken. Auch die Bewohner Langenbachs wollte er für diese Ideen gewinnen. Er veranstaltete Abende im Schulsaal und las den Männern und Frauen die Zeitung vor, um sie für diese Gedanken bereit zu machen. Als aber auch Fremde kamen, und der Schulraum zu klein wurde, verlegte er die Zusammenkünfte auf die Elendsmühle (Utenhof). Dort gründete er den "Bürgerverein an der Weil". Diesen Geschehnissen sah die Staatsgewalt jedoch nicht untätig zu und Pfarrer Snell wurde von seinem Amt suspendiert. Eine Untersuchung wurde gegen ihn eingeleitet. Während dieser Zeit sollte ihn Vikar Bender aus Strinz in Langenbach vertreten. Lassen wir aber Pfarrer Snell selbst sprechen, wie er es in der Kirchenchronik niedergeschrieben hat:
  
"Das Jahr 1848 wird in der Weltgeschichte immer als eines der wichtigsten genannt werden, indem in diesem Jahr die französische Februarrevolution stattfand, welche ihre Schwingungen fast über den ganzen Kontinent verbreitete und auch die Nassauischen Staatsverhältnisse infolge der Ereignisse des 4. März umgestaltete. Auch für diese Chronik ist dieses Jahr merkwürdig, da ich selbst in die politischen Ereignisse unseres Landes tief verwickelt wurde. Nachdem ich nämlich einigen Volksversammlungen in Weilburg beigewohnt hatte, fing ich an, dahier in dem Schulzimmer sonntags nachmittags der Gemeinde die Zeitung vorzulesen und zu erklären. Da sich hierzu allmählich auch Fremde, besonders aus dem Usinger Land, einfanden, so wurden diese Versammlungen auf die Elendsmühle verlegt und dort ein förmlicher Verein unter dem Namen des "Bügervereins an der Weil" gebildet, welcher in diesem und dem folgenden Jahre fortbestand. Mit in Folge hiervon erhielt ich im Spätjahr 1848 eine Einladung nach Dillenburg, als Wahlkandidat für die neu zu besetzende Abgeordnetenstelle aufzutreten. Ich leistete dieser Einladung Folge, indem ich in Begleitung des Feingießermeisters Michel von der Audenschmiede mich persönlich zur Wahl einfand. Ich unterlag jedoch bei derselben, die zu Herborn statt hatte, gegen den Medizinalrat Heydenreich, dessen Name mit einigen Stimmen mehr aus der Wahlurne hervorging. Im Jahre 1849 setzten sich die politischen Bewegungen des vorigen Jahres fort. Am 6. Februar wurde ich im Wahlbezirk Wiesbaden an die Stelle eines ausgetretenen Abgeordneten zum nassauischen Landtage gewählt, konnte mich jedoch wegen einer Handverletzung, die ich mir durch einen unglücklichen Schuss zugezogen hatte, erst zu Ende des Monats nach Wiesbaden begeben. Für die Zeit meiner Abwesenheit wurde nun der Kandidat Fr. Altbürger zu meinem Stellvertreter ernannt. Die altbekannten politischen Ereignisse des Frühjahrs, die Übersiedlung des Frankfurter Parlaments nach Stuttgart und die Auflösung desselben hatten, was unser Land betrifft, den sogenannten Idsteiner Landeskongress zur Folge, auf welchem (am 10. Juni) die anwesenden 7 Landtagsmitglieder, worunter ich mich auch befand, zu einem sogenannten Landesausschuss gewählt wurden. Der Landtag wurde indessen unmittelbar darauf vier Wochen vertagt und ich erhielt die Weisung, meinem Dienst zu Langenbach, von wo Kandidat Altbürger abberufen wurde, wieder anzutreten. Gegen die Mitglieder des Landesausschusses und einige andere Teilnehmer am Idsteiner Kongress wurde eine Untersuchung eingeleitet, in deren Folge ich nicht lange nach Wiedereröffnung des Landtags nämlich am 16. August von meinem Amte suspendiert und zur Versehung desselben August Bender von Strinz als Vikarius nach Langenbach beordert wurde. Die Leute gingen diesem jedoch nicht in die Kirche, so dass während meiner Suspension kein Gottesdienst daher stattfand."
Die Stelle des Pfarrers Snells wurde durch Vikar Bender vertreten. Die Einwohner Langenbachs, die ihren Pfarrer sehr schätzten, waren mit dieser Regelung nicht einverstanden. Sie beschlossen die Rückkehr ihres geliebten Seelsorgers zu erzwingen. Als Vikar Bender sich nach einem Kosthaus umsah, denn er war Junggeselle, nahm ihn niemand auf. Er wandte sich darauf an den Wirt des Nachbarortes Audenschmiede. Dieser war geneigt ihm Kost zu geben. Kaum aber hatten die Langenbacher das erfahren, wurde dem Wirt mitgeteilt, den jungen Vikar nicht aufzunehmen. Man drohte sogar, das Gehöft anzustecken. Nun war Vikar Bender gezwungen seine Mahlzeiten in Weilmünster, eine Stunde Fußweg entfernt, einzunehmen. Damit war die Angelegenheit für die Bewohner Langenbachs aber noch nicht geklärt. Sie wollten ihren Pfarrer Snell wieder in ihrer Kirche predigen hören. Als sonntags die Glocken zum Kirchgang riefen, strömten die Kirchgänger zum Gotteshaus und warteten am Eingang. Vikar Bender kam, grüßte die Männer und Frauen und ging in die Kirche. Er nahm an, dass sie Kirchenbesucher ihm folgen würden. Es kam aber anders. Als der Vikar in der Kirche war, schlossen sie die Türe und gingen wieder nach Hause. Auch der Küster, der bis dahin geläutet hatte, verließ die Kirche durch eine Hintertür und ließ den Pfarrer allein darin zurück. So ging es öfters. Aber ohne Zögern ließ Vikar Bender jeden Sonntag zum Kirchgang läuten. Eines Tages jedoch wurde ihm mitgeteilt, das Läuten zu unterlassen. Man ließ ihm sagen, dass die Glocken sich durch das viele Läuten abnützten. So konnte während der Abwesenheit des Pfarrers Snell kein Gottesdienst in Langenbach stattfinden. Selbst eine Kindtaufe in Winden wurde unterlassen, bis Pfarrer Snell wieder seinen Dienst versah. Diese Erinnerungen schrieb Vikar Bender unter der Überschrift "Hirte ohne Herde" nieder.
In der Kirchenchronik schrieb hingegen Pfarrer Snell weiter:
"Die Aburteilung der gegen mich erhobenen Anklage war anfangs auf die Assisensitzung des IV. Quartals dieses Jahres festgesetzt, musste jedoch wegen eingetretener Hindernisse auf das letzte Jahr verschoben werden. Ich brachte übrigens den letzten Teil des Jahres, da der Landtag im September geschlossen wurde, in Langenbach zu."
Jahr 1850: "Vor dem Februarassisen dieses Jahres wurde mein Prozess beendigt, indem ich am 15. dieses Monats vormittags 11.00 Uhr freigesprochen wurde, (sowie sämtliche Mitangeklagten). Da Suspension nur für die Dauer der gegen mich eingeleiteten Untersuchung über mich verhängt war, so reiste ich sogleich nach meiner Freisprechung mit dem ersten Eisenbahnzuge über Frankfurt nach Hause ab, wo ich am 16. Februar morgens eintraf und meinen Dienst wieder antrat. Es wurde mir jedoch die Hälfte meiner Besoldung von dem halben Jahr, währenddessen ich suspendiert war, entzogen. Die Landtagstätigkeit nahm mich auch in diesem Jahr wieder eine Zeitlang in Anspruch. Während meiner Abwesenheit leitet Herr Lehrer Vohl den Gottesdienst, indem er Predigten vorlas, wofür ich ihm später eine Remuneration von 30 Gulden aus dem Zentralkirchenfond bewilligte."

  Renovierungsarbeiten an der Ev. Kirche in Langenbach in unserem Jahrhundert:

  Unsere Evangelische Kirche in Langenbach, die auf eine lange Geschichte zurückblicken kann, bedurfte auch in diesem Jahrhundert einiger Renovierungen. Im Jahre 1928 befasste sich der damalige Pfarrer Hummerich mit den nötigen Planungen einer Renovierung, so dass nach gründlicher Orientierung 1930 mit den Herstellungsarbeiten begonnen werden konnte. Bei dieser Gelegenheit wurde auch ein Umbau im Kircheninneren auf Anregung des damaligen Kirchenbaumeisters Ludwig Hofmann von dem Architekten Josef Hötzel aus Gemünden vorgenommen. Vorrangig waren damals folgende Arbeiten:

- Erdabhub an den Außenmauern sowie die Erneuerung des Außenputzes
- Neuer Fußbodenbelag
- Versetzung der Kanzel von der Chorwand an die Orgelwand
- Anfertigung neuer Bänke durch den Schreinermeister Eberhardt zu Langenbach
- Veränderung der Aufgänge zur Männerbühne
- Reparatur der Holzdecke
- Giebelsims an der Eingangstür

Aus dringender Notwendigkeit wurde bereits 1932 eine weitere Renovierungsplanung erforderlich: Schwammbefall hatte am Mauerwerk im Chor sowie an verschiedenen Holzteilen im Kirchenschiff erheblichen Schaden angerichtet. Der verantwortliche Architekt Hötzel empfahl eine intensive Belüftung der Kirche. In einem Bericht von Pfarrer Gaby vom 21.9.1932 heißt es: "Herr Architekt Hötzel wurde darauf hingewiesen, dass er unter Umständen verantwortlich sei; der Kirchenvorstand verhehlt aber auch nicht, dass Herr Hötzel praktisch zum Schadenersatz aus Mangel an jeglichen Mitteln kaum in Betracht komme." Am 10.4.1934 berichtete Pfarrer Gaby dem Ev. Landeskirchenamt in Wiesbaden: "In der Anklage lege ich einen Bericht des Bezirkskonservators vom 27.3.34 betreffs der Besichtigung der ev. Kirche in Langenbach vor. Ergänzend gestatte ich mir noch zu bemerken, dass der Holzboden auf der Seite des Altars bereits einbricht. Falls es nicht möglich ist, bald Hilfe zu schaffen, steht zu befürchten, dass im Laufe des Sommers die Kanzel wegen Einsturzgefahr nicht mehr betreten werden kann." Trotz der allgemein schwierigen Finanzlage konnten schließlich die Kosten, wie folgt, abgedeckt werden:

2000,00 RM Darlehen bei der Deutschen Gesellschaft für öffentliche Arbeit
400,00 RM Beihilfe vom Evangelischen Landeskirchenamt
200,00 RM Beihilfe vom Bezirksverband
700,00 RM wurden außerdem noch von staatlicher Seitezur Verfügung gestellt, so dass die Gesamtausgaben in Höhe von 3243,62 RM abgedeckt waren.

1934 übernahm das Preußische Hochbauamt zu Diez die Bauleitung - die Sanierung konnte beginnen. 1935 wurde diese Arbeit im Sommer abgeschlossen. Abschließend wird hierzu in einem Bericht 1937 gesagt: "Die Kirche ist im Inneren nach der Wiederherstellung wieder in Ordnung. Schwamm- und Feuchtigkeitsschäden haben sich nicht mehr gezeigt… Der frühere Friedhof um die Kirche befindet sich in einem Zustand außerordentlicher Verwahrlosung. Seit einigen Jahren wird seitens der Zivilgemeinde an die Errichtung eines Ehrenmales für die Gefallenen Gedacht. Zeichnungen und Pläne, die Herr Regierungsbaurat Schäfer vom Hochbauamt Diez gefertigt hat, sind vorhanden. Der Friedhof ist stellenweise bis zu einem Meter abgetragen worden. Seit zwei Jahren etwa ist weiter nichts mehr geschehen."

Während der Kriegsjahre 1939-1945 konnten keinerlei Baumaßnahmen vorgenommen werden.

Erst 1951 leitete der damalige Pfarrer Richard Steinhauer Umbauten in der Kirche ein: Deckenbemalung im Chor durch Kirchenmaler Hermann Velte vorwiegend allgemeine bauliche Erhaltungsarbeiten.

Seit 1982 hatte besonders der inzwischen verstorbene Kirchenvorsteher H. Bautz den neuen Pfarrer Claus-Peter Harmert auf den schlechten Zustand des Holzfußbodens in der Kirche aufmerksam gemacht. Nach einer längeren Beratung und Vorbereitung im Kirchenvorstand und einem Gespräch mit der Kirchenverwaltung in Darmstadt, wurde seit 1985 die Frage einer Schwammsanierung und Heizungserneuerung für die Kirche in Langenbach geplant. Nach einem Gutachten der Firma Sacherer aus Lampertheim vom Juli 1985 war Schwammbefall festgestellt worden. Schnelles Handeln war nun erforderlich. Mit den Sachverständigen für Kirchenheizungen, Ing. Schlieder aus Schwabenheim, wurde gleichzeitig der Plan für eine elektrische Fußboden-Nachtspeicherheizung mit Unterflur-Konvektor und zusätzlicher Fußbankheizung auf der Empore erarbeitet. Architekt Gebhard unter Baurat Weber der Kirchenverwaltung und Architekt Fries aus Gaudernbach wurde die Ausführung der erforderlichen Baumaßnahmen übertragen. Im August 1986 begann die Schwammsanierung und es folgten alle erforderlichen weiteren Arbeiten: Erd- und Maurerarbeiten (Wied & Eichhorn), Maler- und Elektroarbeiten (Firma Eichhorn und Firma Metzler), Schreinerarbeiten (Firma Erbe, Ernsthausen) und Fliesenlegerarbeiten (Firma Will, Aumenau). Die zügig durchgeführten Baumaßnahmen ermöglichten, dass am 23. November 1986 - dem Totensonntag - wieder der Gottesdienst in der Kirche stattfinden konnte.

Das Bauvorhaben umfasste:
- neue Fußbodenheizung mit einem Belag aus Schwabenröder Klinkerplatten
- Abbruch des Kamins von der Nordseiten-Wand
- Wiedereröffnung des ehemaligen Eingangs im Chorraum. Der Eingang erhält eine neue Eichentür nach dem Vorbild der letzten Tür von 1930.
- Wiederaufbau des Altars unter Verwendung der vorhandenen Marmorplatte
- Beim Unterboden konnte eine Betonplatte in der Mitte des Kirchenschiffes wieder verwendet werden - Ursache für Erhöhung des Fußbodens um 7 cm.
- Es wurden - aus statischen und architektonischen Gründen - zusätzlich zwei Stützen unter dem rückwärtigen Emporunterzug aufgestellt sowie zwei Säulen der Nordempore (entsprechend der vorhandenen Südempore).
- Die Bänke im Kirchenschiff wurden lose aufgestellt. Die Brüstungen vor der ersten Bankreihe im Kirchenschiff sowie vor den Bänken im Altarraum wurden nicht mehr aufgestellt.
- Mit dem Abbruchschutt wurde der Zugang zum neuen "alten Eingang" am Chor und wurde der Parkplatz vor dem Pfarrhaus aufgefüllt.
- Der Grabstein aus der alten Langenbacher Schultheißenfamilie Mück wurde von außen in das Kirchenschiff übernommen.

Die Kosten der Gesamtrenovierung belaufen sich im Rahmen des Voranschlages und betragen:
145.000,00 DM. Davon hatte die Kirchengemeinde Langenbach/Winden den 10%igen Anteil von 14.000,00 DM aufzubringen. 136.000,00 DM trägt die Kirchenverwaltung der EKHN in Darmstadt. Mit diesem Bericht ist auch der Dank an alle Beteiligten verbunden. Besonders auch an das Ev. Dekanat Weilburg, dass einen Zuschuß zur Finanzierung an die Evangelische Kirchengemeinde von 3.000,00 DM gab.  
(Architekt und Bauleiter Heinz Fries)

Ergänzung folgt...


Aus dem Chronikheft “Kirche Langenbach 1412 - 1986”
Zusammenstellung: Erco von Dietze, Herbert Keiper. Weilburg, Ev. Rentamt 1987

Literaturverzeichnis:
Bau- und Kunstdenkmäler des Lahngebiets. Bearb. von Ferdinand Luthmer. Frankfurt a.M., Heinrich Keller 1907.
Dietze, Erco von: Evangelische Kirchengemeinde Langenbach 1621-1982. Findbuch zum Kirchenarchiv. 1989.
Hummerich, Helga: Wahrheit zwischen den Zeilen. Erinnerungen. Freiburg im Breisgau, Herder 1984.
Langenbach im Bild. Bildband. Hrsg. von Erco von Dietze. Gießen, Evangelisches Rentamt 1988.
Vogel, C.D.: Beschreibung des Großherzogtums Nassau. Wiesbaden 1843.


(Danke an Nicole für die digitale Erfassung)



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