Pflanzenwelt in Langenbach +++ Gewöhnliches Leinkraut

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Autor Sven Dienstbach

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Gewöhnliches Leinkraut     (Linária vulgáris)

Steckbrief


Erkennungsmerkmale:
 
Bei uns gibt es keine ähnlich aussehende Pflanze, mit der eine Verwechslungsgefahr bestünde.



Beschreibung:
 
Das Leinkraut ist eine dicht beblätterte, nicht bereifte Pflanze. Am unteren Ende der hell schwefelgelben Blüte (20 - 30 mm groß) findet man einen langen, geraden bis schwach gebogenen Sporn und auf der Unterlippe (unteres Blütenblatt) einen orangegelben Fleck. Die Blüten stehen in 10 bis 50blütigen Trauben, der Blütenstiel ist mit 3 - 6 mm genauso lang wie der Blütenkelch. Die Traubenachse selbst ist oft drüsig. Der runde Stengel ist meist aufrecht stehend, manchmal auch verzweigt. Oben ist er oft schwach drüsig, im unteren Bereich jedoch kahl.. Die mehr oder weniger sitzenden, wechselständigen, ungeteilten,  blaugrünen Blätter sind 2 - 6 cm lang, 1 - 5 mm (selten bis 10 mm) breit, nicht ledrig, flach, dünn, ungestielt, ohne Haare, 3-nervig und weisen eine lineal-lanzettliche Form auf, an ihrem Rand sind sie zurückgerollt. Die eiförmigen Früchte (2-fächerige und vielsamige Kapseln) sind etwa 2 bis 3 mal so lang wie der Kelch und enthalten die abgeflachten, ringsum breit geflügelten und im Durchmesser 2 - 3 mm großen Samen. Die Wurzeln können bis in 1 m Tiefe reichen.



Standort:
 
Das Gemeine Leinkraut bevorzugt einen lockeren, steinigen oder auch sandigen Boden. Die Pflanze ist wärmeliebend und auch sehr häufig anzutreffen. Finden kann man sie an Bahndämmen, Wegen, Mauern, Zäunen und seltener auch in Weinbergen, auf Äckern und auf Kahlschlägen. In den Alpen bis in 1.100 m ü. NN.



Verbreitung:
 
In folgenden Gebieten ist die Pflanze zu finden: Alpen, nördliches Alpenvorland, Süddeutsches Schichtstufenland, zentraleuropäische Mittelgebirgsschwelle, norddeutsches Flachland und Watten- und Marschküste der Nordsee sowie Insel- und Boddenküste Schleswig-Holsteins und Mecklenburgs. Das Gewöhnliche Leinkraut ist eine indigene und somit einheimische Pflanze.



Wissenswertes:
 
Der Name der Pflanze geht darauf zurück, dass man im Mittelalter der Wäschestärke ("Leinenstärke") einen Absud des Leinkrauts zusetzte. Dadurch erreichte man einen damals gebräuchlichen Gelbton. Die Pflanze enthält Flavone und gilt als alte Heilpflanze. Beispielsweise soll eine Salbe mit dieser Pflanze gegen Hämorrhoiden helfen. Im Volksglauben diente sie außerdem als Schutz vor Hexenzauber und gegen Verwünschungen kleiner Kinder. Gesammelt wird das Kraut von Juni bis September. Bei der Verwendung sollte man vorsichtig sein, schon geringe Mengen der Tinktur verursachen einen wässrigen Durchfall.

Die Pflanze wird von Insekten (Hummeln) bestäubt und bildet eine verhältnismäßig große Zahl an Samen (bis 32.000 pro Pflanze). Die Ausbreitung erfolgt endozoochor (Ausbreitung der Samen durch Tiere über deren Magen-Darm-Trakt), epizoochor (Ausbreitung der Samen durch Anheftung an Mensch und Tier), anemochor (Samen werden durch den Wind verbreitet), autochor (Ausbreitung der Samen erfolgt durch eigene Kräfte der Pflanze, was vom einfachen Fallenlassen der Samen über Schleudermechanismen bis hin zu hygroskopischen Bewegungen reicht) oder hemerochor (Ausbreitung in Kulturfolge des Menschen z. B. bei der Getreideaussaat). Neben den bereits erwähnten Wurzelausläufern als Verbreitungsmechanismus spielen vor allen Dingen Ameisen bei dieser Pflanze eine wichtige Rolle bei der Verbreitung der Samen. Das Leinkraut ist ein Rohbodenpionier. Der Artname "vulgáris" bedeutet "Gewöhnlich, allgemein bekannt", und wird typischerweise der bekanntesten Art einer Gattung zugewiesen. Der Gattungsname "Linária" ist angelehnt an "Linum", welches für "Flachs" steht. Dies geht auf die Blätter des Leinkrauts zurück, welche denen des Flachs oder auch echten Leins, ähneln. Die Lebensform des Leinkrauts ist die eines Geophyten (Pflanzen treiben nach dem Winter bzw. der Ruhephase aus unterirdischen Speicherorganen aus) bzw. eines Hemikryptophyten (Staudenpflanzen mit dicht unter der Erde liegenden Erneuerungsknospen).




(Sven Dienstbach)                                        auf die jeweiligen Bilder klicken zum Vergrößern

andere Namen (dt.):Frauenflachs, Ackerleinkraut, Wildes Leinkraut, Gelbes Löwenmaulkraut
Name (lt.): Linária vulgáris
andere Namen (lat.): -
Familie (dt.): Braunwurzgewächse
Familie (lat.): Scrophulariáceae
Blütezeit: Juni - Oktober
Größe: 20 - 75 cm
Giftig: nein
Geschützt: nein
auf Roter Liste: nein
Verwendung: Heilpflanze, Wäschestärkezusatz

Gesamtansicht (klicken zum Vergrößern)
Blüte (klicken zum Vergrößern)
Blüte seitlich (klicken zum Vergrößern)
Blatt (klicken zum Vergrößern)

Zeigerwerte:   (info)
 
Lichtzahl: 8
Temperaturzahl: 6
Kontinentalitätszahl: 5
Feuchtezahl: 4
Reaktionszahl: 7
Stickstoffzahl: 5
Salzzahl: 0


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