Langenbach + Gemarkungen und Flurnamen plus Karte

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Langenbach bei Weilmünster - die Perle im Naturpark Hochtaunus 

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Lokale Gemarkungen - Gewannnamen - Flurnamen


- Gilling (Gillingwald) Großes Waldgebiet im Süden Langenbachs. Namensursprung ist altnordisch (Eddasage) was auf die sehr frühe Besiedlung Langenbachs hinweist. Gilling ist ein Riese der germanischen Mythologie, den die Zwerge Fiallar und Giallar nach ihrem Verbrechen an Kvasir ertränken, um sich eines Mitwissers zu entledigen. Die Frau des Gilling bricht in lautes Klagen über den Verlust ihres Gatten aus. Die beiden Bösewichter wollen sie mundtot machen und erschlagen sie mit einem Stein. Die Rache übernimmt Gillings Sohn Suttung, der die Zwerge auf eine vom Meer überspülte Klippe setzt, bis sie die Kessel mit dem Met Odrörir (in der germanischen Mythologie ein Met, der Weisheit und Sangeskunst verleiht), den sie aus Kvasirs Blut gebraut haben, zur Sühne an ihn ausliefern. Später gelangt der Met in Besitz von Odin.

- Görnhöll Flur hinter dem Gilling-Wald. oft auch nur “Genhell” genannt und irrtümlich für das ganze Gebiet Ringelberg, Vogelsand, Loh verallgemeinert. “Görn” ist altnordisch und bedeutet Darm (später Garn), “höll” ist ebenfalls altnordisch und bedeutet Halle, oft auch Höhle. Flurname ist Hinweis auf keltische Besiedlung



- Ritterswiese Wiesenstück an der Weil, benannt nach den Elkerhäusern Rittern, die hier ihr Heu holten, in der urkundlichen Ersterwähnung Langenbachs.

- Haaköppel (Haagküppel, Haugköppel, Hag Berg)
Erhebung im Süden Langenbachs. Der Haaköppel hieß erst “Haugköppel”. “Haug” kommt aus dem Germanischen und bedeutet hoch. Später Haagköppel, dann Hag-Berg. Hag bedeutet hingegen umzäunter Hain.

- Zehnbach (Zehntbach)  Sprachliche Herkunft in Bezug auf den Kirchenzehnten. Bauern mussten den zehnten Teil ihrer Ernte abliefern, Handwerker den zehnten Teil ihrer Produktion.

- Glasberg Dieser Flurname deutet mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine ehemalige Wald-Glashütte hin. Früher wusch man Sand aus Bächen und Boden und schmolz daraus Glas. Die angrenzende Flur “Eschbacher Sand” erhärtet diese Annahme. Auch im Märchen tritt häufiger das Motiv des Glasberges auf. Er ist ein Berg, der überschritten werden muß, um in die Geisterwelt zu gelangen. In einigen Märchenvarianten liegt Schneewittchen nicht in einem gläsernen Sarg, sondern in einem Glasberg, wodurch ihre Göttinstruktur viel unmißverständlicher zum Ausdruck gebracht wird. Hier gibt es wieder Raum für Spekulationen, denn unweit des Glasberges, etwas weiter südlich gibt es die Flur “Im Zwerggrund” ;-)

-
Säuwoasem (Schweinewasen)  Das Gebiet nach der Wedegasse, links der Zehntbach. “Wasen” bedeutet: feuchte Erde, nasse Wiese, Schlammboden. Außerdem nach Jacob Grimm: "das Land wo der Abdecker oder Wasenmeister das Vieh ausweidet und verscharrt, der Schindanger". Früher Weideplatz der Schweine.

-
Guckes   Das Gebiet links und rechts des Wolfsbaches. Der Begriff Guckes kommt aus dem oberdeutschen, und bedeutet wie u.a. auch Kuckes, Kukus, Kux (lt. Grimms Dt. Wörterbuch der Uni Trier) “Besitzantheil an einem Bergwerke, Bergtheil”, was wiederum darauf hindeutet, daß hier ganz früher Bergbau betrieben wurde.

- Schlichegoarte (Schlehengarten) Jetzt Wohngebiet, früheres Flurgebiet und Gartenland mit Schlehenbewuchs.

- Elendskirch, Elendsberg Flurgebiete in der Nähe des Utenhofes, nördlich der Leistenbach. Früher hieß der Utenhof noch Elendsmühle. Vermutlich handelte es sich bei der Elendsmühle in alter Zeit um ein Armenhaus, oder gar um ein Heim für Pestkranke, wobei die beiden Fluren der Versorgung der Armen gedient haben könnte. Die etwas abseitige Lage könnte Indiz dafür sein. Später wurde die Elendsmühle vom Besitzer an eine Tochter, namens Ute vermacht und offiziell in “Utenhof” umbenannt.

- Greberoth (Grävenroth) Die Flur der verschwundenen Eisenschmelzersiedlung, Wüstung Grävenroth, unter der Loh, südlich der Hessenstraße gelegen. Der Ort ist vermutlich zwischen dem 12. und 13.Jahrhundert entstanden. Der Name sagt, daß hier gerodet wurde, um Raum für eine Siedlung schaffen. Vermutlich im Auftrage der Herren (Gräven) von Reiffenberg. Wenn hier gerodet wurde, musste die Flur früher bewaldet gewesen sein.

- Hessestroaß (Hessenstraße) Diese alte Straße war wohl eine sehr bedeutende Handelsstraße und führte von St. Goar am Rhein ostwärts an Langenbach vorbei, durch Weilmünster, vermutlich hoch bis Kassel? Teile der Straße sind keltischen Ursprungs. Sie führt vorbei an Hügelgräbern und ehem. keltischen Siedlungen. Vom Taunus her stößt bei Langenbach die ebenfalls bedeutende Rennstraße, ebenfalls keltischen Ursprungs, auf die Hessenstraße. Langenbach lag also an einem bedeutenden vorzeitlichen Verkehrsknotenpunkt. Indiz auf die frühe Besiedlung.

- Die Luh (Loh, Loch)  Das Gebiet oberhalb Vogelsand, westlich von Gilling. Bedeutung lôh Busch, Hain, Wald zwischen Feldern; hessisch Loh, plur. Löcher. Hain, kleines Gehölz, Buschwerk, welches einzeln mitten im angebauten Felde liegt.” Ursprüngliche Bezeichnung jedoch “Loch”. Bedeutung lock/loch: Höhle, Öffnung; aus germ."*lug", vgl. mhd."loc", ahd."louh", asächs."lók"

- Bierweg (Birnenweg) Bezeichnung des Glasberger Weges ab Langgasse bis Flur Münchsadel. Weg der früher vermutlich von Birnbäumen gesäumt war.

- Hohlhuss Das Gebiet südlich der Flur Kalk. Hohl, bedeutet Höhle, Loch, Vertiefung, ahd. mhd. ags. hol. Huss war ein Hetzruf an Hunde; auch gebraucht zum Verjagen von Tieren. Früher jedoch auch benutzt für Haus.

- Zwische de Wänn (Zw. den Wänden) Das eingeschnittene Tal zwischen Glasberg und Ringelberg.

- Hoinerküppel (Hü(h)nerküppel) Wohl urspr. nach “Hünen” benannt. Fundort keltischer Besiedlung. In der Nähe gibt es eine Hünerstraße und auch Hünengräber. Hün bedeutet urspr. (junger) Bär, Tierjunges, erst später in Analogie zur Bedeutung als Riese (anord."húnn", norw.mundart."hún").

- Schullwiss (Schulwiese, Münchsadel)  Das Wiesenstück zwischen Stockert und Glasberg hiess früher Münchsadel,  wird aber auch Schulwiss genannt, da die Flur von der Dorfschule mit genutzt wurde

- Zischebach (Ziegenbach)
Seitliches Wiesental, wo früher möglicherweise Ziegen geweidet haben.

- Spielplatz So heißt die Flur hinter dem Feuerwehrhaus (hat aber nichts mit dem jetzigen Spielplatz zu tun).

- Feldwiss ...heißt die Flur wo jetzt unser Friedhof liegt. Der alte Friedhof lag ja früher auf dem Kirchengelände.


Nicht auf der Karte eingezeichnet, aber dennoch erwähnenswert sind:

- Heannergass  (Hintergasse)  Frühere Bezeichnung für die Weiherstraße

- Kreuzgass’ Bezeichnung der Kreuzung Wedegasse, Langgasse, Hinter den Gärten

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Schwoaze Woasem (Schwarzer Wasen)  Flur oberhalb der Jungfernwiese, westlich zur Hessenstraße auf Eschbacher Seite, sowie kleines Stück östlich, oberhalb der Flur “Rechts dem Obersten Achen”. Dunkler Erdboden, früher hochgel. Sumpfgebiet und Teich

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Rechts dem Obersten Achen Flurstück Nördlich des Eschbacher Weges unterhalb “Schwarzer Wasen”, oberhalb Glasberger Hof.

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Auf der Schehlhafer Flur östlich der Hessenstraße Richtung Hühnerküppel (westlich Schäferswinkel)

- Haaraasch (Zigeunereiche) Früher wohl Lagerplatz der Zigeuner (Haare). An der Kreuzung Laubuseschbach, Leistenbachstraße, Wolfenhausen


(c) 2008 Heimat- und Geschichtsverein, 35789-Weilmünster-Langenbach

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