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Langenbach während der Reformationszeit - Krieg und Pest
1500 - 1650 n. Chr.

 

  Die Reformation war einer der großen Wendepunkte in der Geschichte des Abendlandes. Die katholische Kirche verlor nicht nur in weiten Teilen Europas an Einfluss, sondern insbesondere auch ihr bis dahin beinahe unantastbares Deutungsmonopol für die Auslegung der Bibel. Die Reformation führte durch den Druck, der durch den schnellen Abfall ganzer Regionen vom Katholizismus verursacht wurde, auch auf katholischer Seite zu Reformen. Zwar wurde die christliche Religion durch die Reformation nicht grundlegend in Frage gestellt, dennoch wurden fundamentale Glaubenssätze und religiöse Praktiken, die jahrhundertelang als unumstößlich galten, erfolgreich von den Reformatoren und ihren Anhängern verworfen. Erstmals hatte sich eine von in der Kirchenhierarchie weitgehend unbedeutenden Personen geäußerte Kritik tatsächlich durchgesetzt. Doch die Reformation revolutionierte nicht nur das geistige Leben, sie setzte auch eine gesellschaftspolitische Entwicklung in Gang. Der Staat löste sich von der Bevormundung durch die Kirche, um nun seinerseits im Landesherrentum und Absolutismus die Kirche von sich abhängig zu machen.

vor 1510: Claiszen Ham aus Losch wird als Pfarrer in Langenbach erwähnt.

1510: Peter Hentler wird als Pfarrer in Langenbach erwähnt.

1517: Beginn der Reformation. Martin Luther veröffentlicht seine 95 Thesen, Beginn der Reformation. Luthers Kritik an der auf das Äußere bedachten Religion der damaligen Kirche wurde zur Glaubensreform. Sie fand rasch in ganz Deutschland Anhänger und wurde von zahlreichen Reichsständen (Fürsten und Reichsstädten) übernommen. Sie legten 1530 ihr neues Bekenntnis in der Augsburger Konfession fest. Kaiser Karl V. (1519-56) gelang es nicht, die neue Bewegung zu unterdrücken. Er war zu sehr mit den Kriegen gegen Frankreich oder die Türken beschäftigt, und der Widerstand deutscher Fürsten gegen seine Übermacht wurde zu groß. Auf dem Reichstag zu Augsburg (1555) wurde schließlich das Augsburger Bekenntnis als gleichberechtigt mit dem katholischen anerkannt.

Die Langenbacher Mühle1522: Gottfried von Eppstein vererbt die erste Hälfte Langenbachs an Eberhard von Königstein

1563: Die Langenbacher Mühle wird erstmals schriftlich erwähnt. Der Betreiber nennt sich Cunz zu Langenbach.

1565: Die Königsteiner verkaufen die erste Hälfte Langenbachs an Philipp IV. von Nassau-Saarbrücken

1571: Philipp Chuno aus Weilburg und Valentin Arnoldi werden als Pfarrer in Langenbach genannt.

1575: Erste urkundliche Erwähnung des grundherrlichen Gerichtes Langenbach. In dieser Urkunde siegeln Schultheiß und Schöffen zu Langenbach. Es muss aber einst noch ein Gerichtsbuch aus dem Jahre 1550 vorhanden gewesen sein, wie 200 Jahre später Ortsschultheiß Klein aus Langenbach berichtete. Einführung der Reformation in Nassau-Saarbrücken.

1576-1603: Peter Heister aus Jülich ist Pfarrer in Langenbach.

1618: Der dreißigjährige Krieg beginnt, weitet sich schnell von den Schlachtfeldern auf die Städte, Dörfer und Gemeinden aus, und führt letztendlich zu einem allgemeinen Chaos in ganz Deutschland. Es wird der allererste Vernichtungskrieg in der Geschichte der Menschheit. Der Krieg hat viele Ursachen. Armut und Hunger treiben die Bevölkerung in Verzweiflung. Konfession, Religion sind an einem Scheideweg angelangt und verstricken sich immer mehr in eine ausweglose Situation. Das politische System bricht zusamen.

1628: Johann Adam Heister ist Pfarrer in Langenbach

1630: Es werden in Langenbach nur noch 32 Haushaltungen genannt. Langenbach hat unter den Kriegsfolgen des 30-jährigen Krieges entsetzlich zu leiden. Auch die Pest rafft in einer weiteren Epidemie, deren Ausbreitung durch die vielen Kriegstoten begünstigt ist, viele Menschen dahin.

1631: Die zweite Hälfte Langenbachs gelangt über Vererbungen und Verkäufe, über Gottfried von Eppstein und Philipp von Katzenellenbogen letztendlich zum Hause Nassau. Langenbach ist nun komplett im Besitz des Hauses Nassau-Saarbrücken

1632: Wilhelm Hell wird Pfarrer zu Langenbach

1648: Westfälischer Friede in Münster. Der dreißigjährige Krieg ist zu Ende. Es wird nun endgültig über die Verteilung der Konfessionen in Deutschland entschieden: Katholizismus im Süden, Protestantismus im Norden, im Westen - also hier - eine Mischung.

(Herbert Keiper)


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